TOXISCHE BEZIEHUNGEN und wie ich damit umgehe

Seien wir doch mal ehrlich: es gibt wenige Beziehungen die wirklich „perfekt“ sind.

Eine Beziehung muß auch nicht perfekt sein! Aber eine Beziehung muß eines sein: GESUND!

Eine „gesunde“ Beziehung fundiert auf Ehrlichkeit, gegenseitigem Respekt, Vertrauen und einem Gefühl der Verbundenheit, welches für mich auch immer mit Loyalität dem jeweiligen Menschen gegenüber einhergeht.

Wenn diese Vorraussetzungen innerhalb einer Beziehung nicht gegeben sind: Sorry, aber dann verbringe ich meine wertvolle Zeit lieber mit mir alleine. Mir ist dabei auch niemals langweilig, in meinem Kopf ist irgendwie immer ziemlich viel los 😉 und das bedeutet für mich: ich verbringe qualitativ hochwertige Zeit.

Seit vielen Jahren schon und mit zunehmendem Alter wird es mir immer wichtiger „ECHTE“ Beziehungen zu führen. Ich will nicht nur Zeit mit irgendwelchen Menschen verbringen, damit ich nicht alleine sein muss, was im übrigen niemals (!) ein guter Grund ist, um die Gesellschaft anderer Menschen zu suchen.

Damit möchte ich nicht andeuten, das ich isoliert und völlig zurückgezogen lebe. Dem ist definitiv nicht so! Wenn sich die Gelegenheit ergibt, bin ich die erste die auf den Tischen tanzt. Jeder weiß dass es ungesund ist, in Isolation und abgekapselt von gesellschaftlichen Ereignissen zu leben. Ich denke nur, man sollte darauf achten mit wem man sich umgibt und wie man seine begrenzte Lebenszeit hier auf Erden verbringt. Getreu dem Motto, wie meine liebe Schwester immer so schön sagt: „Wie man sich bettet, so liegt man!“ 😉

Es gibt nämlich keinen Pokal für denjenigen, der die meisten „Freunde“ nachweisen kann, zumindest nicht im „echten Leben“. Oftmals verdienen Menschen in unserem Umfeld die Bezeichnung „Freund“ noch nicht mal. Für mich persönlich ist ein „guter Freund“ jemand ganz besonderes, jemand mit dem ich persönlichste Dinge bespreche und auf den ich mich zu 100 % verlassen kann ( das gilt natürlich auch im umgekehrten Fall). Ein guter Freund ist jemand, der mich nachts um 3:00 Uhr irgendwo in der Wüste abholt – nachdem ich mich völlig betrunken „HANG-OVER-LIKE“ 🙄 mit zerrissener Strumpfhose und aussehend wie Alice Cooper zu seinen Glanzzeiten, dort verirrt habe – und der dabei nicht die Frage nach dem warum und weshalb, vorab geklärt haben möchte. 🤷🏼‍♀️

Es gibt auch keinen Oscar für eine Beziehung die nur noch aus Bequemlichkeit aufrecht erhalten wird und in welcher beide Parteien ihr dasein mehr als Qual denn als Wahl leben. Mal im Ernst: gemeinsam einsam kann doch kein erstrebenswertes Lebensziel sein. 🤷🏼‍♀️

Und schon gar nicht gibt es einen Ehrenpreis, für eine Ehe die durch Respektlosigkeit und vielleicht sogar von Gewalt geprägt ist. Denn dies ist die schlimmste aller Verbindungen! Das ist Toxizität in ihrer offensichtlichsten Form und dies schadet nicht nur dem schwächeren der beiden Partner sondern auch dem Rest der Familie, nämlich den Kindern! Ein jeder von uns sollte soviel Verantwortungsgefühl gegenüber dem Nachwuchs haben (wenn schon nicht gegenüber sich selbst) diese Art des Zusammenlebens unter allen Umständen (!) und SOFORT (!) zu beenden! Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Natürlich gibt es Lebenssituationen, aus welchen man nicht einfach so flüchten kann und Verbindungen, die man selbst nur bedingt beeinflussen oder beenden kann. Dummerweise kann man auch nicht alle Menschen gleich töten, die einen in welcher Form auch immer einen Streich spielen… da muss man schon ein bisschen warten und dann bitte alle der Reihe nach…😝

Die Schwiegermutter zum Beispiel, die permanent Grenzen überschreitet oder in irgendeiner Form übergriffig ist. 🤷🏼‍♀️ Was macht man mit dieser Dame? Vor allem dann, wenn sie noch mit im selben Haus wohnt? Hier wäre meines Erachtens der Partner und sein Einschreiten gefragt! Er bzw. sie muss hier die Fronten klären und die Grenzen setzen, klar Position beziehen und sich in einem derartigen Fall – das anmaßende Verhalten der eigenen Mutter betreffend – schützend vor den Partner stellen! Darüber sollte innerhalb einer Lebensgemeinschaft noch nicht einmal gesprochen werden müssen, dies sollte ein Selbstverständnis sein!

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Eine Beziehung ohne Respekt und Loyalität ist de facto keine echte Beziehung! Fehlen diese beiden Vorraussetzungen, wird es sehr schwierig in einer wie auch immer gearteten Verbindung, aber handelt es sich dann schon um eine toxische Beziehung?

Es ist gar nicht so einfach, zu beschreiben, was eine toxische Beziehung oder einen toxischen Menschen ausmacht. Aber du merkst es ziemlich schnell, wenn du es mit einem solchen zu tun hast oder in einer solchen Beziehung steckst.

Dabei geht es noch nicht mal nur um DIE Beziehung! Es betrifft auch die Beziehung zu deiner besten Freundin, dem besten Kumpel, den eigenen Eltern, den Schwiegereltern, den erwachsenen Kindern und auch die Beziehung zu einem Arbeitskollegen oder Geschäftspartner…

Was bringt es dir?

  • Wenn du jeden Morgen den weltbesten Kaffee ans Bett gebracht bekommst, garniert mit einer roten Rose auf dem Tablett…der neuste Ring von BVLGARI würde viel hübscher aussehen… , dich dein Partner aber regelmässig belügt und betrügt?
  • Wenn der Mensch der dir eigentlich ein gutes Gefühl geben sollte, dich permanent „klein macht“ und manipuliert?
  • Wenn deine beste Freundin, sich zwar „beste Freundin“ nennt, hinter deinem Rücken aber schlecht über dich redet und kein gutes Haar an dir lässt? Miststück!
  • Wenn eine Freundin sich unablässig bei dir ausheult aber niemals fragt, wie es dir geht? Oder eine Freundin sich nur bei dir meldet, wenn sie irgendwas von dir braucht?
  • Wenn sich der Nachbar wieder 🙄 ungefragt an deinen Frühstückstisch setzt und dir die Eier klaut…und das nur, weil du zufällig auf deiner eigenen (!) Terrasse sitzt und er dummerweise genau gegenüber wohnt?

Nicht jede Beziehung ist deshalb gleich eine „toxische Beziehung“, manchmal sind es auch vorübergehende Phasen… wie die Pupertät! 🙈 …in denen uns unser Gegenüber mehr beansprucht, als uns lieb ist. Doch der Grad zwischen einer „gesunden“ und einer „ungesunden“ Beziehung ist schmal.

Ich denke jeder von uns kennt zahlreiche Beispiele, in welchen dass Miteinander nicht immer ein „ehrliches“ ist. Die Frage aber lautet: Woran erkenne ich, dass es eine toxische Beziehung ist und wie gehe ich damit um, wenn es sich tatsächlich um eine solche handelt?

Der Begriff „Toxizität“ kommt aus der Medizin und bedeutet soviel wie „giftig“ oder „schädigend.“ Diese Definition gibt uns Aufschluss im Hinblick darauf, was es mit einer toxischen Beziehung auf sich hat. Sie tut uns nicht gut! Wir fühlen uns unwohl innerhalb dieser Verbindung und sie beraubt uns unserer Kraft. Langfristig hat eine toxische Verbindung das Potential uns krank zu machen: Depressionen, Psychosen, Herz – Kreislauf – Erkrankungen und Allergien sind nur einige der Auswüchse, die daraus entstehen können.

Wenn wir in einer toxischen Beziehung feststecken, verabreichen wir uns täglich eine Giftpille und die Wirkung und Nebenwirkung ist nicht unbedingt sofort und klar erkennbar.

Wie erkenne ich eine toxische Beziehung?

Im Allgemeinen beginnen diese Verbindungen (je nach Art der Beziehung) mit Gleichklang, einem intensiven Wir – Gefühl, gegenseitigem Konsens auf allen Ebenen, Verschmelzung, besonders aufregendem Sex und dem guten Gefühl „angekommen zu sein“ : too good to be true.

Meist aus dem Nichts, jedenfalls ohne nachvollziehbaren Grund, kommt dann der Wechsel: die Stimmung kippt…der toxische Partner beginnt zu kritisieren, zu nörgeln, er oder sie macht dir Vorwürfe und stellt die ganze Beziehung infrage.

Der ganze Konsens, die Übereinstimmungen scheinen sich plötzlich in Luft aufgelöst zu haben, die Nähe ist – innerhalb kürzester Zeit – verschwunden. Der Partner, die Freundin oder dein Gegenüber erscheint kalt, distanziert, fremd und unerreichbar. Kein Versuch, in irgendeiner Form den „Streit“ zu schlichten, Missverständnisse zu klären, Zugeständnisse -welcher Form auch immer – zu machen oder das Herz des Gegenübers zu erreichen, scheint zu fruchten. Das Gegenteil ist der Fall – je verzweifelter die einseitigen Bemühungen die Situation zu schlichten, desto tiefer scheint der „Nicht – toxische Partner“ sich in die Bredouille zu bringen. Es ist, als ginge eine Falltür auf: fühlte man sich eben noch sicher und verstanden, vertraute man eben noch seinem Gegenüber, öffnete man sich gerade noch emotional, so ist davon nun nichts mehr spürbar.

Der toxische Partner arbeitet mit Idealisierung und Abwertung.

Ob er oder sie in einem Anfall narzisstischer Rage agiert, laut und ausfallend wird oder ruhig und subtil kritisiert, verunsichert und stänkert: das Ergebnis ist dasselbe! Das Gegenüber wird zum Opfer, gerät in einen Zustand von emotionaler Not, verbunden mit immensem nervlichen Stress. Oft sind die Vorhaltungen und Vorwürfe haltlos, da kein Fehlverhalten vorausgegangen ist. Doch selbst wenn man einen Fehler gemacht hätte, stünde dies in keiner Relation zu der Stimmung und den Vorwürfen oder der Last, die nunmehr auf einem lasten. Man hatte nie eine Chance und es gab nie einen Fehler!

Häufig pickt der toxische Partner die Punkte an etwas heraus, woran man selbst schon immer etwas unsicher war und kritisiert, motzt und nörgelt. Wenn es die Figur ist, mit der man unzufrieden ist, wird darauf „geschossen“ und in diesem Punkt versucht, weiter zu schwächen und verletzen. Ist man ein schüchterner Typ wird darauf herum geritten und diese Unsicherheit noch mehr bestärkt…Aktivitäten die man früher gerne alleine unternommen hat, werden grundsätzlich vereitelt und abgelehnt. Die eigene Familie oder andere Freundschaften werden schlecht geredet, nur er oder sie ist gut genug für dich, nur er oder sie versteht dich wirklich und noch bevor du es kapiert hast, bist du komplett isoliert und verbringst deine Zeit ausschließlich mit ein und derselben Person.

Im Grunde kann einem ein solches Gegenüber oder ein derartiger -oft narzisstischer – Partner nur leid tun, denn er versucht seine eigene Unsicherheit und Unzulänglichkeit auf den Partner zu übertragen um Herr über das Chaos in seinem eigenem Kopf zu werden. Er manipuliert deine Wahrnehmung solange bis du selbst glaubst, dass alles der Wahrheit entspricht, was er oder sie als Argumentation anführt.

Was also tun?

In diesem Fall gibt es nur eine richtige Denkweise und Konsequenz: Was mir nicht gut tut, kommt weg!

  • Ich beende diese Art von Beziehung sofort und lasse KEIN Hintertürchen offen. Die Gefahr eines Rückfalls ist nämlich ziemlich hoch…weil er ja manchmal so süß ist!
  • In solch einem Fall macht eine erneute und wiederholte Erklärung keinen Sinn, in der Regel hat man schon viel zu viel erklärt und eingesteckt…womöglich sogar seine ursprüngliche personality teilweise eingebüßt oder komplett verloren
  • Wenn man alleine nicht rauskommt aus dieser Art von Beziehung, dann ist es gut, die Familie einzubinden und um Unterstützung zu bitten oder sich professionelle Hilfe zu suchen.

Es ist WICHTIG (!) sich selbst im Fokus zu behalten, in jeder Beziehung und ausnahmslos! Jeder von uns hat nur ein einziges Leben und jeder von uns hat das Recht mit Respekt und Wertschätzung behandelt zu werden. Gib Dich nicht mit weniger zufrieden. Niemals!

Und keine Person, egal welchen Alters, welcher Bildung, welchen Geschlechts und welch ethnischer oder ethischer Herkunft, hat die Berechtigung einen anderen Menschen zu manipulieren oder „klein zu machen“.

Jeder von uns ist Besonders und Einzigartig!

Jeder von uns hat seine Stärken und Schwächen und das ist gut so!

Feiere dich genau so wie du bist!

Jeden einzelnen Tag!

Ich wünsche dir von Herzen die weltschönste Beziehung

Gabi ♥️

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