UGANDA – ALS FRAU ALLEINE DURCH DIE PERLE AFRIKAS… WARUM DIESES LAND SO AUSSERGEWÖHNLICH SCHÖN IST

Eigentlich bin ich aufgewacht mit der Idee, meine letzten Urlaubstage für dieses Jahr, in Namibia zu verbringen. Genauer gesagt: habe ich von der Wüste geträumt…;-)

Doch dann sagt meine Freundin, nachdem ich ihr von meinem Traum samt dem daraus erstandenem Vorhaben erzähle, dass auch sie nach Namibia reisen möchte – also verschiebe ich mein Plan „NAMIBIA“ auf eine ausgiebige Reise zu zweit, als Selbstfahrer, in den September 2022. Aufgeschoben. Nicht aufgehoben.

Tja wohin stattdessen? (Wenn man mal einen Traum braucht, dann kommt keiner 😉).

Lange überlegen muss ich trotzdem nicht – mir geistert seit geraumer Zeit UGANDA durch Kopf – ich will unbedingt die letzten noch verbliebenen Berggorillas sehen (dieses einzigartige Erlebnis habe ich Euch bereits ausführlich beschrieben).

Also entscheide ich mich spontan, erneut als Frau alleine, durch Ostafrika, dieses Mal Uganda zu reisen.

In Zeiten von Covid gestaltet sich REISEN nicht ganz so easy und unkompliziert wie zuvor 🙄

Ich bin jedoch vollständig geimpft, (gechipt und entwurmt 😉) und benötige somit nur einen aktuellen internationalen PCR Test – nicht älter als 72 Stunden vor Abflug – sowie ein Visum beim ugandischen Konsulat, welches online ruckizucki erledigt ist.

Die Registrierung bei ELEFAND Krisenvorsorgeliste wird mir 24 Stunden vor Abflug, durch eine Mail vom Auswärtigen Amt eindringlich empfohlen, weil in den letzten Tagen wiederholt Bombenanschläge in Kampala verübt wurden. (Was zufälligerweise genau dort ist, wo ich hin will…).

Sicherheitshalber noch Pass, Tickets und Visum kopieren (falls unterwegs etwas verlorengehen sollte) und zusammen mit der Adresse der ersten Lodge, zu Hause auf dem Sideboard hinterlegen (dann weiß meine Familie zumindest wo sie anfangen muss zu suchen, falls ich unterwegs verloren gehe 😉).

Habe ich Angst oder bin ich beunruhigt?

Nein! Ich bin freudig aufgeregt und neugierig darauf, was mich in Uganda erwartet, wen oder was ich auf diesem Solotrip kennenlernen oder begegnen darf und kann es kaum erwarten mich all den Herausforderungen zu stellen, die mich in diesem – mir bis dato völlig fremden Land – erwarten.

Ich buche diese Reise – den Jeep samt Fahrer und auch die Lodges – nicht wie üblich in einem Reisebüro, sondern baue auf einen neuen Kontakt: In einem Forum auf Facebook stoße ich Tag’s zuvor auf eine Dame namens Isolde. Wir tauschen ein paar Nachrichten, telefonieren ausgiebig und ich erfahre, dass sie einen Großteil des Jahres in Uganda verbringt – was für mich übersetzt bedeutet: EXPERTISE AUSREICHEND VORHANDEN!

Ich vertraue wiedermal nur auf mein Bauchgefühl und was soll ich sagen? Mein Gefühl hat mir erneut Recht gegeben.

Ich bin hier um das Leben zu genießen und nicht, um Angst davor zu haben.

Gabriele Canale

Jetzt noch Hin- und Rückflug buchen …

und los gehts…

Mein Flug verläuft wenig spektakulär. Ich brauche nicht dringend einen Zahnarzt, auch keine Zahnbehandlung mit Schraubenzieher und Eisenzange in der Bordküche, habe keinen persönlichen Steward zu meiner freien Verfügung 🙄 falle am Flughafen nicht dramatisch in Ohnmacht und ich bringe auch kein Flugzeug mit über 250 Passagieren an Board dazu, 2 Stunden auf mich zu warten, bis von der Flughafenklinik endlich schriftlich bestätigt ist, dass ich tatsächlich fliegen darf…

(wer meine Beiträge verfolgt weiß, dass mir all diese Dinge tatsächlich schon auf meinen Solotrips durch diese schöne Welt passiert sind…🙈🤣 und ich kann dir sagen: die Gesichter der Herrschaften im Flugzeug waren alles andere als freundlich, als ich endlich in Begleitung der Chefstewardess, kreidebleich und sichtbar krank, zu meinen Sitzplatz gebracht worden bin).

UGANDA – ich komme

Morgens um 6:00 Uhr am Flughafen in Nürnberg beginnt mein Abenteuer.

Mein Flug über Amsterdam endet rund 17 Stunden später (inkl. Zeitverschiebung + Aufenthalt) um 23:00 Uhr am Flughafen in Entebbe – seit einem Tag zuvor, verlangt Uganda ein negatives PCR Test Ergebnis bei Ankunft auf dem Flughafen.

Ohne Frage ein überaus chaotischer Zustand, weil selbst das Personal noch keinen Plan und schon gar keine Übersicht hat, wie sie die zahlreichen Tests logistisch koordinieren sollen und welche Ablauf-Regeln nun tatsächlich (für alle) gelten.

Statt sich den Barcode mit dem Handy von meinem internationalen PCR Ergebnis abzuscannen (alle notwendigen Daten – samt Passnummer wären dann ruckizucki auf dem offiziellen Handy des Flughafenbeamten), gibt er nun Ziffer für Ziffer und Buchstabe für Buchstabe einzeln und gewissenhaft in sein Handy ein. Danach steckt er mir vorsichtig das Stäbchen in die Nase, beschriftet alles fein säuberlich und gibt die Proben ins eigens dafür eingerichtete Flughafen-Labor. Zwanzig Minuten später soll das Testergebnis dann – hoffentlich in NEGATIVER Form – per Email bei mir landen.

Ich spoilere mal ein bisschen: Das Testergebnis habe ich bis heute nicht erhalten…😉 – macht aber nix, weil der Fahrer meiner Lodge steht längst bereit und kümmert sich emsig darum, dass auf meinem Pass ein runder pinkfarbener Aufkleber leuchtet und ebenso ein grüner Sticker mit der Aufschrift “Tourist“ prangt.

Beides ist notwendig um den Flughafen samt umliegendem Gelände verlassen zu dürfen – Landsleute die ebenfalls an diesem Tag landen, werden nicht mit jenen Stickern auf ihren Pässen versorgt – und es dauert Stunden über Stunden, bis diese (wenn überhaupt) den Flughafen verlassen dürfen…

Am ersten Morgen in Uganda erwartet mich neben strahlendem Sonnenschein und rund 28 Grad Celsius mein Fahrer bereits um 08.00 Uhr, lächelnd und mitsamt meiner vorbestellten “Sim card“ stellt er sich mir als Vincent alias Vinny vor. Nach einem kurzen Blick in sein schelmisch grinsendes Gesicht entscheide ich, dass er weder wie ein Vincent, noch wie ein Vinny, aber in der Tat wie ein „Cuba Gooding jr.“ aussieht und mit seinem Einverständnis nenne ich ihn ab sofort so.

Mit Cuba und ab Entebbe starte ich meine Reise kreuz und quer – mehr als 1500 Kilometer – durch den Süden Ugandas. Wir fahren bergauf und bergab, über reißende Flüsse und kleine Bäche, vorbei an unendlich vielen Seen und mitten durch Kampala. Wir ziehen durch unzählige Orte wie Katabi, Kasese, Bukandekande, Busega, Wakiso, Nsangi, Mpigi, Mbarara und noch viele viele weitere Städte und Dörfer mit Namen, die mein Mund kaum sprechen kann – was deren Schönheit und meiner, mit jedem weiteren zurückgelegten Meter, wachsenden Faszination für dieses Land in keinster Weise entgegen wirkt.

Uganda zählt zu den wenigen Ländern, die der Äquator auf der Landlinie durchquert – genau genommen sind es tatsächlich nur 11 Länder auf diesem großen Planeten Erde, welche das Privileg genießen direkt auf dem Erdmittelpunkt liegen zu dürfen. Ganze 7 (!) davon befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent.

Der „Äquator“, im Grunde eine nur gedachte und rein rechnerische Linie, teilt die Erde in eine Nord-und eine Südhalbkugel.

Gemeint ist mit dem aus dem Lateinischen stammenden Begriff „Äquator“ – soviel wie “Gleichlinie“ jedoch ebenso, dass die Entfernung zum Nordpol als auch zum Südpol jeweils exakt gleich ist, Tag und Nacht über das ganze Jahr hinweg je die gleiche Stundenanzahl -nämlich immer 12 x 60 Minuten- aufweisen und das Klima hier das ganze Jahr über gleichbleibend heiß und feucht – also tropisch ist.

Eine Tatsache, die die üppige Vegetation hier in Uganda erklärt.

UGANDA – Die Perle Afrikas

Es gibt nichts, was nicht in Mengen gedeiht auf diesem so sehr fruchtbaren Boden und in diesem wachstumsfreundlichen Klima. Papyabäume, Papyros, Avocadobäume, Mangos, Ananas, Jackfrüchte, Maracuja und vieles mehr steht hier überall wild wachsend am Wegesrand, in Bananenfeldern oder als Schattenspender vor den Hütten.

Früchte und Gemüse welche wir in Deutschland nur aus Supermärkten, Spezialitätengeschäften oder eben gar nicht kennen, wachsen in Uganda wie Unkraut und schmecken unvergleichlich gut. Wer einmal eine Mango oder Ananas in einem tropischen Land gegessen hat, weiß wovon ich schwärme.

In Uganda habe ich gelernt, Avocados wieder ohne schlechtes Gewissen zu essen und zwar so viele, wie ich eben will – diese Früchte wachsen nur in Ländern wo es genügend regnet und dort wachsen sie von ganz alleine und ohne irgendjemandem das Wasser zu stehlen, wie ich mal in einem Bericht vor einigen Jahren gelesen habe (man darf nicht immer alles glauben, was man liest oder denkt 😉).

Wichtig vielleicht in diesem Zusammenhang ist, darauf zu achten nur Qualitätsware aus dem Bioladen zu kaufen und Finger weg von Discounterware, die meist von europäischen Plantagen stammen.

Am Wegesrand – egal wo du gehst oder stehst – werden dir frischeste Früchte, roasted Bananas (über Feuer geröstete grüne Bananen – zum Reinlegen lecker 😋), heiße Spieße mit geröstetem Ziegenfleisch (oberlecker, und in Verbindung mit den roasted Bananas – ein wahres Gedicht ❣️), frisch geschlagene Jackfrüchte (Portionsweise), nur für dich geschälte Citrusfrüchte, eben vom Baum gepflückte Avocados oder Papayas angeboten (für unglaublich wenig Geld).

Ich verstehe bis heute nicht, warum in unseren Industrienationen niemand auf die Idee kommt, frisches Obst und Gemüse als „Fastfood“ in einem Drive-In, an Ampeln, in Schulen, etc… zu verkaufen – und zwar NICHT in Plastik verpackt und chemisch präpariert…🙄

Wir könnten so immens viel von diesen Ländern lernen, würden wir nicht so überheblich sein, zu denken das Wissen über diese Welt quasi gepachtet zu haben…doch ich schweife ab…🙈

Völlig zu Recht wird Uganda die Perle Afrikas genannt, egal wohin ich gehe oder sehe ich treffe auf die schönste Landschaft, das intensivste Grün in allen möglichen Schattierungen, die fruchtbarste Erde, Süsswasser-Seen wie z.B. den Victoria-Lake, die Twin-Lakes, Lake Edward, Lake George und viele weitere – gefüllt mit Wasser, welches zwar nicht trinkbar ist und leider auch zum Baden nicht taugt (Gefahr durch Schistomoniasis), durch diesen Umstand jedoch nicht weniger wunderschön anzusehen ist.

Das Tieraufkommen, sowie auch die Artenvielfalt in den Nationalparks lässt keine Wünsche offen, neben massenweise Gazellen, haufenweise Gnus, vielen Zebras und zahlreichen weiteren unterschiedlichsten Busch- und Wasserböcken sieht man eine Art auffallend häufig und in Massen, die Uganda Kobe‘s.

Uganda- Kobe’s sind nebenbei bemerkt, Antilopen aus der Wasserbockfamilie, die nahezu ausschließlich in Uganda vorkommen. Sie zieren das ugandische Wappen und stehen symbolisch für die Tierwelt Ugandas, während der Kronenkranich -auf der anderen Seite des Schilds- als Symbol für das Land selbst steht.

Aber auch Hyänen, Elefanten, Giraffen und die wirklich sehr sehr selten anzutreffenden Tree-Climbing-Lions verstecken sich nicht und zeigen sich mir auffallend häufig.

Was ohne Zweifel Cuba‘s Adleraugen zu verdanken ist. Ich hätte ihn nämlich gnadenlos übersehen, den König, wie er perfekt getarnt und direkt über mir, auf einem großen Baum (weit und breit dem einzigen Baum) inmitten vom Nirgendwo sein Mittagsschläfchen genießt. (Wer schaut im Busch schon nach oben, wenn er an Löwen denkt 🙄). Majestätisch ausgebreitet liegt seine königliche Hoheit tiefenentspannt, gerade so als hätte er kurz zuvor eine wohltuende Massage zu meditativen Klängen genossen, direkt über mir und macht keinen Mucks – bis zu dem Moment, als ich ihn mit einem: “Hello his royal Majesty“ anspreche, da öffnet sich für wenige Sekunden (ich glaube es war eine oder so 😉) eines seiner Augen aber nur um gleich darauf wieder entnervt zuzufallen. Royals halt…geben sich nicht so gerne mit Fußfolk ab…😉

Ein unglaublicher Moment ist dies allemal, vor allem weil wir wirklich direkt unter ihm stehen, wir sind das einzige Fahrzeug, die einzigen zwei Menschen so weit man hören, sehen oder riechen, ja wahrscheinlich sogar soweit man ahnen kann, in dieser unendlich grün bewachsenen Weite und er der König so nah, direkt 3 Meter über mir. Über alle Maßen aufregend, sich das bewusst zu machen.

Hinter uns zieht ein gewaltiges Gewitter auf und schweren Herzens fahren wir nach gefühlt zwei Stunden „Löwen-beim-schlafen-beobachten“ weiter, noch tiefer hinein in den Busch.

Der Moment, als wir diesem heftigen Gewitter voraus fahren, der Himmel direkt hinter uns nachtschwarz ist und immer wieder durch heftige Blitze gleißend hell erleuchtet wird…

Ich liebe immer schon Gewitter, doch mitten im Busch von Uganda bin ich regelrecht überwältigt von diesem faszinierendem Naturschauspiel. Die Blitze sind gleichzeitig quasi überall in den schwarzen Wolken zu sehen, tauchen abwechselnd und unterschiedlich tief in das hohe grüne Gras der unendlichen Weiten ein und gefühlt das ganze Land teilt sich im Sekundentakt in große Stücke, die ganz kurz – nur für Millisekunden – hell erleuchten. Phänomenal. Atemberaubend.

In diesen Momenten vergisst du alles…wer du bist und warum du bist, nur nicht wo du bist. So etwas gibt es nur in Afrika. In diesen Momenten wird dir die Allmacht Gottes, des Universums oder was auch immer es Größeres da draußen geben mag so sehr bewusst und du realisierst demütig, welch kleine Maus du in Wahrheit tatsächlich bist. Demut und Dankbarkeit überwältigen dich -wenn du es zulässt- und machen dich aufs tiefste ZUFRIEDEN und GLÜCKLICH.

Was ein Glück ich habe, dies alles erleben zu dürfen. ♥️

Ein Gewitter im afrikanischen Busch ist von Haus aus etwas ganz besonderes – die Tiere bleiben entweder stocksteif wie ein Stein, an Ort und Stelle stehen -als würden sie sofort und auf der Stelle im Stehen ertrinken oder direkt vom Blitz erschlagen werden, sobald sie sich auch nur den Hauch eines Millimeters bewegen.

Oder aber sie springen vor Freude und Ausgelassenheit so hoch, wie man sich es kaum vorstellen mag. In jedem der beiden Fälle ein unglaublich schönes und lustiges Erlebnis – vor allem dann, wenn du mitten drin und im Freien ohne den schützenden Käfig des Jeeps, in der Pampa stehst und um dich herum die Antilopen -groß wie klein- in alle Richtungen freudig hin und her sowie auf und ab springen und währendessen völlig vergessen, dass sie ja eigentlich Angst vor dir haben, weil du ja ein Mensch bist..

Wenn ich könnte, würde ich genau hier an Ort und Stelle bis zu meinem Lebensende verweilen, so über alle Maßen schön finde ich das hohe saftig grüne Gras und die darin umherstapfenden Tiere. Immer wieder kommt die ein oder andere neugierige Antilope oder Gazelle ganz nah zu mir ran, beschnuppert mich vorsichtig und wedelt vergnügt mit dem Schweif, doch in jenem Moment wo ich beginne auch nur darüber nachzudenken meine Hand nach ihr auszustrecken, macht sie schon einen Satz und ist verschwunden noch bevor ich realisiere, dass sie gerade eben noch direkt vor mir stand.

Diese Momente sind unter anderem exakt der Grund dafür, warum ich so gerne alleine auf Reisen bin: Niemand der drängt, jetzt sofort weiter fahren zu wollen, keiner der spricht während ich in Ruhe und über alle Maßen fasziniert die Natur, deren Geräusche und Schauspiele beobachte und regelrecht aufsauge, kein Mensch der mich zu irgendetwas drängt oder pausenlos auf etwaige Dinge hinweist die ich jetzt sofort und auf der Stelle anschauen oder fotografieren muss…ICH LIEBE ES ♥️

UGANDA und der Kazinga Channel

Der Queen Elizabeth Nationalpark hat die unvorstellbare Größe von 2056 Quadratkilometer, flächenmäßig so groß wie in etwa Hamburg oder Köln nur ohne Straßen, Häuser und Ampeln.

Zahlreiche Seen wie der Eduardsee, der Georgesee, die TwinLakes (samt zugehöriger zauberhafter Twin-Lakes-Safari-Lodge) als auch der Kazinga-Kanal, welcher als dominierendes Element ein beliebtes Zuhause für weit über 600 verschiedene Vogelarten ist.

Der fast 40 Kilometer lange Kazinga-Kanal fungiert als Verbindung innerhalb des Great Rift Valley. Er verbindet sozusagen Lake George und Lake Edward und sorgt ganz nebenbei für unendlich viel Lebensraum die heimischen Tiere betreffend. Genau hier herrscht weltweit die dichteste Population an Flusspferden, Krokodilen, Elefanten, Büffeln und vielen weiteren Tieren.

Man kann diesen Kanal quasi gar nicht entlangfahren ohne unendlich viele Tiere zu sehen.

Ich fahre neben dem Kapitän als einzige Passagierin in einem Boot mit 8 Sitzen über den Kazinga-Kanal und erlebe trotz zahlreicher Afrikareisen und unendlich vielen erlebten Safaris: MEIN ERSTES MAL. ♥️

Eine Safari auf dem Wasser. Umgeben von unzähligen trinkenden, schwimmenden, sich zankenden, lauernden, jagenden, fressenden, kämpfenden und spielenden Tieren.

Zu Beginn ein durchaus komisches Gefühl – vor allem in jenen Momenten, wenn direkt vor dem Boot eine Herde Flusspferde unter Wasser verschwindet und du dich fragst, ob sie jetzt wohl genau dann auftauchen wollen, wenn das Boot in dem du dich befindest, oben drüber gleitet – das wäre es dann nämlich gewesen. Sozusagen von schwimmenden Hippos gekentert, von badenden Elefanten zerquetscht und als Krönung von riesigen hungrigen Krokodilen vernascht…🤣 wer könnte sich Schöneres vorstellen 😉

Ganz nah schippern wir vorbei an einer Herde, im Sumpf badender Büffel, die mich neugierig und fragend betrachten nach dem Motto: „Wer wagt es meine Mittagsruhe zu stören?“ und treffen auf einen testosterongeschwängerten Elefantenbullen in der Musth (was nicht ungefährlich ist, weil die Bullen während dieser Zeit eine deutlich erhöhte Aggressivität aufweisen) doch der Bulle schenkt uns glücklicherweise nur kurzzeitig Beachtung.

Er vermittelt einen Augenblick lang den Eindruck als wolle er tatsächlich Stress machen, doch der Kapitän reagiert sofort und legt den Rückwärtsgang ein. Das wird dem liebeskranken Elefantenbullen wohl zu dumm, er dreht mit einem Grummeln ab und kehrt uns seine schöne Rückansicht zu … Worüber ich in diesem Moment nicht so sehr traurig bin, ein zarter Rüsselschlag von diesem 5 Meter hohen Giganten und das Boot flöge Meterweit über den Kazingakanal nur um im Anschluss für immer auf dessen Grund und Boden zu versinken – vorbei wärs mit der Lebenslust 😉.

Das Boot zieht weiter, vorbei an außergewöhnlich vielen Flusspferden. Flusspferde befinden sich ohne Ende in diesem Gewässer, man könnte meinen, der Fluß besteht ausschließlich aus Happy Hippos (wir müssen uns regelrecht zwischen den mopsigen Tieren mit den kurzen Beinen und dem riesen Maul hindurchschlängeln…).

Wir treffen auf hunderte Flamingos, Seeadler, Albatrosse und unzähliges anderes Vogeltier, beobachten einen Elefanten beim Baden und “Haare waschen“ 😉

Nachdem ich gefühlt Millionen Vögel gesehen und fotografiert habe (und ich bin so gar nicht der “Vögeltyp“…😉), treffen wir auch tatsächlich auf in der Sonne liegende riesige Nil Krokodile (ich wollte unbedingt wenigstens eines dieser Krokodile life sehen und bin mächtig überrascht, wie groß diese Tiere in Uganda wirklich sind – kein Vergleich zu den Tieren in anderen afrikanischen Ländern wie z.B. Tansania) – was wirklich eine abenteuerliche Erfahrung darstellt, vor allem weil in Uganda die Weisheit gilt “Für Krokodile sind Menschen wie Schokolade“ und das Government in Uganda rund um den Lake Victoria in der Tat seit Jahren enorme Probleme hat, diese Tiere und deren Aggression gegenüber Menschen in den Griff zu bekommen.

Für Krokodile in Uganda sind Menschen wie Schokolade

Die Welt

Viele Jahre schon trauen sich Fischer nicht mehr ohne Angst auf den Victoriasee, weil dort über 800 Kilo schwere Nil-Krokodile aufgrund von steigendem Fischmangel vermehrt Menschen angreifen. Mir hat man diese Geschichte glücklicherweise erst nach meinem Ausflug auf den Victoriasee erzählt, sonst wäre ich sehr wahrscheinlich nicht in die kleine Bananenschale gestiegen um den Shoebill-Bird zu suchen und auch zu finden.

Hätte ich gewusst, dass diese 6 Meter langen Riesenkrokodile in ugandischen Gewässern im Monat um die 10 Menschen vernaschen, hätte ich zweifelsfrei eine meiner tollsten Safari-Abenteuer auf dem Wasser und auch die „Bananenschalentour“ durch die Sümpfe des Lake Victoria verpasst. Ich wäre nämlich in keines der Boote gestiegen.

Allerdings habe ich kein einziges Krokodil gesehen, welches unser Boot oder ein anderes in irgendeiner Form attackiert hätte. Also…Focus on the Good…😉

Das Schöne an meinen Reisen ist, dass ich nie so zurückkomme wie ich gegangen bin.

Gabriele Canale

Kopfüber rein in dieses atemberaubend schöne Land

Uganda hat fast schon unheimlich viel an Schönstem zu bieten. Auch die Menschen sind in ihren farbenfrohen Gewändern und meist mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht an Freundlichkeit kaum zu überbieten.

Egal ob in den Lodges oder auf den Straßen, beim schwer Arbeiten auf den Feldern oder ausruhen vor ihren spärlichen Hütten: Der Ugander hat IMMER einen freundlichen Gesichtsausdruck und ein freundliches “Hello“ auf den Lippen.

Da werden mir in der einen Lodge nach dem Gorilla-Track, unaufgefordert und kostenlos die Schuhe blitzblank geputzt und die schlammverschmierte Kleidung gewaschen und in der nächsten ein Frühstück am Fluß für nur eine Person gezaubert, dass mir nur so die Ohren schlackern. Ich habe mir dann mal erlaubt, den Spieß einfach umzudrehen.

Aus der Unterhaltung mit dem Personal erfahre ich, dass weder Koch noch Kellnerin jemals in einem Restaurant zum Essen waren und bedient wurden: ALSO ROLLENTAUSCH 🤣

Ich „befehle“ den beiden nachdrücklich sich zu setzen und sich von mir der MZUNGO (der Weißen) bedienen zu lassen. Mit großen Augen und einer gehörigen Portion Skepsis lassen sie sich zunächst nur sehr widerwillig und scheu darauf ein, doch nach dem ersten Schreckmoment genießen wir alle die lustige Situation sichtlich. Und sie trinken tatsächlich jeder eine Tasse Kaffee und naschen von den Pancakes mit Früchten – was mich irre glücklich macht.

„So etwas haben wir noch nie erlebt…“ sagen Koch und Kellnerin in einem Atemzug (war mir schon vorher klar…😉🤣).„Dann wird’s aber mal Zeit…“ kontere ich mit einem verschmitzten Zwinkern.

(Manchmal sind es die kleinen Dinge, die unter Umständen die Welt verändern…😉)

ZWEI weitere Erlebnisse werde ich solange ich lebe niemals mehr vergessen:

Entspannt unterwegs auf Gamedrive im Busch treffen wir auf haufenweise Zebras, scharenweise Antilopen und unzählig viele Gazellen, verschiedenste Großvögel wie Adler und Geier (ich hab ehrlich die Namen vergessen weil es so so viele sind) sehen hunderte Paviane und tausende kunterbunte Schmetterlinge, die sich vergnügt auf noch warmen Tierdung tummeln und dort, so scheint es, eine ausschweifende Party feiern, sowie auf eine einzelne wunderschöne Giraffe.

Dass Giraffen meine absoluten Lieblingstiere sind, ist kein Geheimnis. Ich bitte Cuba jr., etwas länger stehen zu bleiben um dieses schöne Tier ausreichend betrachten und beobachten zu können. Cuba steigt aus, sieht sich gründlich um, kommt zurück und meint: “Kein Raubtier in Sicht. Wenn du aussteigen möchtest, um dir die Beine zu vertreten, kannst du das gerne tun – aber bleib in der Nähe…“

Ein Angebot, welches man mir nicht zweimal machen muss. Ich steige also aus, mit Kamera und Handy bewaffnet und stapfe vorsichtig näher zu diesem faszinierendem Tier mit dem langen Hals und dem majestätischen Gang und bin derartig begeistert und konzentriert, dass ich alles um mich herum vergesse…

Es ist eine Dame die hier entspannt die obersten Spitzen der Akazienbäume schnabuliert. Ich bin etwa 2 Meter vor ihr, als ich hinter mir ein Knistern vernehme. Vorsichtig drehe ich meinen Kopf und sehe zu meiner linken – etwa 3-4 Meter entfernt eine weitere Giraffenlady – mindestens genauso schön wie ihre “Schwester“. Ich drehe mich weiter in die Richtung, aus welcher das Knistern kommt und staune nicht schlecht, als ich 10 weitere Giraffendamen mit unzähligen Giraffenbabys, Kindern und Teenagern rings um mich herum gemütlich fressen sehe.

Und plötzlich stehe ich inmitten einer großen Giraffenfamilie – links, rechts, vor und hinter mir tauchen immer mehr von diesen faszinierenden Geschöpfen auf, unter deren Beinen ich locker aufrecht hindurchgehen könnte. Derartiges hab ich sooooo noch nie zuvor erlebt. Ich komme weder aus dem Staunen noch aus dem Fotografieren und Filmen heraus. Immer wieder versuche ich die Tiere in ihrer gesamten Größe mit der Kamera einzufangen, Fotos zu schießen, auf welchen der Kopf UND die Beine zu sehen sind, was mir kaum bis gar nicht gelingt, weil sie so nah sind und ich über viel zu wenig Weitwinkel verfüge…

Mal ehrlich: auf Safari brauchst du in der Regel ein Objektiv mit welchem du das Objekt der Begierde „ranzoomen“ kannst und nicht „wegschieben“ musst, um dies auf der Kamera bzw. den Fotos und Videos sehen zu können. Ich habe hier gerade ein supergroßes “Luxusproblem“ – ich bin viel zu nah an den Giraffen dran, stehe quasi mehr darunter als daneben oder davor. Wie außergewöhnlich ist bitte diese Erfahrung. ♥️

Der Jeep mit Cuba darin ist inzwischen in weite Ferne gerückt – unbemerkt habe ich mich mit den Giraffen weiterbewegt. Ich meine zu sehen, wie er auf der Motorhaube sitzend auf mich wartet. Ganz sicher bin ich mir nicht, weil der Jeep zu weit entfernt ist und einige Büsche dazwischen stehen, doch da er nicht aufgeregt auf dem Wagendach hüpfend mit den Armen winkt (das würde ich mit Sicherheit sehen 😉) gehe ich davon aus, dass alles “im grünen Bereich ist“ und ich nicht in unmittelbarer Gefahr durch ein anschleichendes Raubtier bin (dann würden sich die Giraffen nicht so entspannt verhalten).

Natürlich ist mir bewusst, dass die Giraffenmütter durchaus aggressiv und gefährlich werden können und sich die Situation – wie immer auf Safaris – binnen Sekunden dramatisch verändern kann. Ich achte darauf, nicht in den persönlichen Bereich der Tiere zu treten, vermeide schnelle abrupte Bewegungen und halte größeren Abstand zu den Jungtieren.

Über 2 Stunden verbringe ich in der Giraffenfamilie, als ich ihnen widerstrebend erlaube den Abstand zwischen uns zu vergrößern und sie weiter in die inzwischen farbenprächtig untergehende Sonne wandern. Immer wieder bleiben sie stehen und sehen sich nach mir um, ich weiß nicht ob diese Blicke bedeuten: “Hey was ist los, du lahme Schnecke, weiter gehts…“ oder “puh, jetzt sind wir dieses nervige kleine Menschlein mit den Klickgeräuschen und der Flüsterstimme endlich wieder los..:“

Ich drehe um und gehe langsam zurück in Richtung Jeep, treffe unterwegs noch eine Herde Impalas und 5 Zebras und erschrecke zwei, hinter einem Busch stehende Wasserböcke die daraufhin aufgeregt davonstauben.

Und wieder einmal durfte ich etwas Einzigartiges und außergewöhnlich Schönes erleben, etwas dass sich für alle Zeiten in mein Gedächtnis eingegraben hat – ICH GLÜCKSKIND ♥️

Und dann sind da noch die Menschen und diese Kinderheime die ich in Uganda besuche…

Mit meinem “Localguide“ Namens Moses und einem örtlichen Polizisten (dieser wurde zu meiner Sicherheit von Moses organisiert und ist scheinbar vom Gouvernement angeraten) mache ich mich zu Fuß und im Matsch auf dem Weg in ein Dorf – kein Showdorf – ein richtiges Dorf (!) mit Menschen, die ihrem Tagewerk nachgehen. Ugander die kochen, ihre Hütte kehren, Hühner schlachten und ganz nebenbei ihre Kinder stillen und anschließend wieder auf dem Rücken festschnallen.

Männer und Frauen die ihre Wäsche im Fluß, neben badenden Kühen, waschen oder einfach nur in Gruppen herumstehen und sich über die neuesten Vorkommnisse im Dorf austauschen. Zumindest tun sie dies bis zu dem Zeitpunkt, als ich „Mzungo“ zu Fuß dort einfalle. Urplötzlich verstummt das Gerede der Menschen im Dorf und alle starren mich neugierig an. Die Kinder stürmen aufgeregt auf mich zu, singen mir aufgeregt Lieder vor und berühren mich vorsichtig oder starren mich aus ihren großen schwarzen Kinderaugen neugierig an.

Moses spielt den Übersetzer, weil die meisten der Einheimischen kein Englisch sprechen und ich dummerweise kein Ugandisch. Aber wo ein Wille zur Kommunikation da findet sich auch ein Weg und binnen kürzester Zeit werde ich zum Mittelpunkt in dieser Horde Menschen, ja selbst zum Zentrum im ganzen Dorf. Es spricht sich schnell herum, dass eine Weiße zu Besuch ist und aus allen Richtungen strömen Menschen aller Altersgruppen auf uns zu.

Ich beantworte Fragen über Fragen und stelle Fragen über Fragen.

Von einem alten Mann werde ich in sein Haus eingeladen um dieses zu besichtigen und mit seiner Frau ein Mahl zuzubereiten: Süßkartoffeln mit Bohnen wird es geben und auf der Feuerstelle am Boden in der Küche wird die Mahlzeit gekocht. Zuvor waschen und schälen wir das Gemüse im Hof, auf dem Lehmboden und auf kleinen wackeligen Hockern sitzend und sind nicht wenig damit gefordert die Hühner von den Töpfen fernzuhalten.

Stolz erklären meine Gastgeber, dass diese Früchte in der Erde Afrikas gewachsen sind und jedes der eigenen drei Söhne ein eigenes „Haus“ besitzt. Dieses „Haus“ besteht im Grunde aus nur jeweils einer eigenen Eingangstüre und ca. 6 Quadratmeter Raum, dennoch zählt dieses ältere Paar definitiv zu den wohlhabenden Einwohnern.

Direkt nach der Mahlzeit gehe ich mit meinen Begleitern im Schlepptau im tiefen und gefährlich rutschigen Matsch in Richtung des Kinderheims – der eigentliche Grund warum ich in diesem Dorf zu Fuß unterwegs bin und von Einheimischen eingeladen wurde, deren Alltag ein kleines Stück des Weges zu begleiten.

Ich musste tatsächlich auf der langen Fahrt einige Geschäfte in verschiedenen Dörfern leer kaufen um für die 110 Kinder im Heim je ein kleines sowie sinnvolles Geschenk mitbringen zu können. Bewaffnet mit tütenweise Heften, Stiften, Keksen und Lollys treffen wir dort ein und ich werde teils aus skeptisch, überglücklich und respektvoll aber auch ungläubig staunenden Kinderaugen begrüßt.

Das verteilen der Waren trage ich Moses auf, er kennt die Menschen hier und weiß damit gekonnt umzugehen und ganz ehrlich, hätte ich die Rolle des Verteilers übernommen, hätte ich sehr wahrscheinlich schon nach wenigen Sekunden kein Stück Stoff mehr am Leib getragen, so sehr groß ist die Freude der Kinder und das Bemühen jedes einzelnen Kindes, auch ein Stück der seltenen Gaben abzubekommen. Trotz aller Bemühungen allen Kindern gerecht zu werden, fließen bei einigen der Kleinen große Krokodils-Tränen die sich jedoch durch aufteilen der Kekse ziemlich schnell wieder trocknen lassen.

Am Ende hat wirklich jeder etwas bekommen und alle sind glücklich nur ich bin nachdenklich und wünsche mir von Herzen, ich hätte mehr mitbringen können, mehr tun können, mehr geben können…

Die Freude ist so groß, dass die Heimbewohner sich bei strömenden Regen gruppieren und mir eine Gesangs- und Tanzeinlage bieten, die gewaltig ist. Bevor ich verstehe was passiert, stehe ich da und hab Pipi in den Augen so sehr ergriffen bin ich von der Stimmung die hier herrscht. Unbeschreiblich. Magisch. Außergewöhnlich.

Auf meinem Weg zurück zur Lodge, begleiten mich einige der Kinder, sie gehen still neben mir her, greifen stumm meine Hand oder rennen übermütig voraus.

Ein äußerst mutiger Junge klettert auf einen sehr wackelig aussehenden Baum der auf einem steil abfallenden Hang gewachsen ist. Er hat ein seltenes Dreihorn-Chamäleon auf einem der Äste des Baumes schon von weitem entdeckt (ich habe es nicht mal gesehen, als es auf einem Ast direkt vor meinen Augen auf und ab marschiert ist) und will es mir als Zeichen der Dankbarkeit (laut Moses) aus der Nähe zeigen.

Ich muss gestehen, ein leuchtend grasgrünes und wie ein längst ausgestorbener Dinosaurier aussehendes Tier mit drei Hörnern im Gesicht und seitlich angebrachten Augen auf dem Kopf, welches sich in Zeitlupe fortbewegt, habe ich bis dato tatsächlich noch nicht live und aus direkter Nähe zu Gesicht bekommen….♥️

Uganda samt seinen Kindern ist in so vielerlei Hinsicht äußerst beeindruckend. Das Gouvernement gibt seine Waisenkinder nicht zur internationalen Adoption frei, wie viele andere Länder – nicht nur in Afrika – es tun…

Die Behörden kümmern sich, die Kinder deren Eltern verstorben sind bei Verwandten, Freunden oder Nachbarn unterzubringen. Ist dies nicht möglich, werden die Kinder im nächstgelegenem Kinderheim der ursprünglichen Umgebung untergebracht.

Die Regierung bezahlt so eine Art Unterhalt für jedes Waisenkind, dieser kommt entweder den neuen „Eltern“ zugute oder eben dem jeweiligen Waisenhaus in welchem das Kind untergebracht ist.

Die Waisenhäuser finanzieren sich in der Regel darüber hinaus durch Spenden von ortsansässigen Kirchen und privaten Unternehmen manchmal auch von ausländischen Spendern wie Touristen oder kirchlichen Organisationen.

Moses erzählt mir, dass viele Eltern zu Tode kommen während sie Holz sammeln, oder die meist auf steilen Berghängen gelegenen Felder bestellen. Oft rutschen sie auf den unbefestigten glitschigen Wegen die steilen Böschungen hinab, brechen sich dabei sämtliche Knochen und bleiben im dichten Gebüsch unentdeckt liegen oder sie stürzen direkt in diese unendlich tiefen Schluchten und werden niemals gefunden (Ich wusste dass ich mir nicht grundlos jedes Mal beinahe in die Hosen pinkle vor Angst, wenn ich dummerweise immer auf der falschen, der dem Abhang zugewandten Seite im Jeep sitze 🙄)

Einige der Eltern lassen ihre Kinder zurück um Arbeit in einer größeren Stadt zu finden und „vergessen“ derweil einfach, dass sie Kinder zuhause zurückgelassen haben (diese Form der Demenz gibts nicht nur in Uganda 😉).

In vielen Fällen nimmt der Mann sich aber auch eine neue Frau, lässt die „alte“ Frau mit den gemeinsamen Kinder zurück und kümmert sich nicht weiter darum – für die Frauen eine nicht lösbare Aufgabe: Kein neuer Mann wird die Kinder des Vorgängers aufziehen, deshalb bleiben sie oft alleine mit ihren Kindern, doch als Mutter von meist 3 -6 Kindern seinen Lebensunterhalt selbst und nebenher zu verdienen, in Uganda kaum möglich.

Dennoch versucht das Gouvernement gerade den letztgenannten Fällen entgegenzuwirken, indem es hohe Strafen verhängt wenn Männer sich nicht um ihre „Hinterlassenschaften“ kümmern.

Die Kinder in Uganda sind um einiges ernster und erwachsener als jene bei uns in Deutschland. Klar, die Lebensumstände sind nicht im Ansatz vergleichbar – werden bei uns in Deutschland alle Wünsche erfüllt und die Kleinen bis zum Umfallen verwöhnt, müssen sie hier sobald sie laufen können ihren Beitrag zum Leben beitragen: Brennholz sammeln, Wasser tragen, Bananen schälen und stampfen oder auf die kleinen Geschwister und Ziegen achten…

Sie wissen meist schon im zarten Alter von 3 Jahren, wie Matoke – das Nationalgericht von Uganda – gekocht wird. Dazu werden die reifen „grünen“ Bananen geerntet, wenn deren Schale schwarz ist. Geschält wickelt man sie in Bananenblätter und dämpft sie über mehrere Stunden auf offenem Feuer und zum Schluß stampft man die Bananen zu einem cremigen Brei – ähnlich wie Kartoffelpüree.

Matoke wird zu Fleisch, Fisch, Gemüse oder auch pur gegessen, dazu wird meist Erdnusssoße als Dip gereicht. Ich muss gestehen ich bin kein Fan von Matoke, ich esse lieber Posho oder Ugali – wie der Brei aus Maismehl, Wasser und Salz in Tansania heißt. Ugali schmeckt richtig lecker und traditionell mit den Händen gegessen gleich doppelt gut.

Warum auf jemanden warten, der dich begleitet. Reise alleine und erlebe dein eigenes Abenteuer.

Gabriele Canale

Die Wahrheit…

In Wahrheit hat Uganda so unendlich viel zu bieten…

Ich könnte ein Buch füllen mit meinen Erlebnissen während dieser Reise. Ich habe selten so immens viel in unterschiedlichste Richtungen erlebt wie in diesem zauberhaften Land mit seinen wunderbaren Menschen, der atemberaubend schönen und vielseitigen Natur, – welche zweifelsfrei in seiner Schönheit und Vielseitigkeit mit keinem anderen Land dieser Erde zu vergleichen ist – nicht zu vergessen die großartige Tierwelt mit ihren nicht enden wollenden Artenreichtum und der hohen Anzahl der jeweiligen Arten.

Ich würde jederzeit und heute noch wieder eine Reise in dieses großartige Land unternehmen. Sagt mir nur WANN und WO und ich bin dabei ☺️. Auch alleine würde ich jederzeit wieder kreuz und quer durch Uganda reisen, weil es so schön und so freundlich ist. ♥️

Uganda ist ohne Zweifel mehr als nur eine einzige Reise wert.

Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hier auf meinem Blog, unter diesem Beitrag hinterlässt und sehr gerne darfst Du auch diesen Beitrag in deinen Social Mediakanälen verbreiten 😉

Lebenslustige Grüße

Gabi ♥️

Zu meinem Abenteuer mit den BERGGORILLAS geht es HIER und weitere schönste aufregende Reisen in unterschiedlichste Länder findest Du unter der Rubrik TRAVEL.

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21 Kommentare zu „UGANDA – ALS FRAU ALLEINE DURCH DIE PERLE AFRIKAS… WARUM DIESES LAND SO AUSSERGEWÖHNLICH SCHÖN IST

  1. Eine wunderschöne Doku … jetzt bin ich noch neugieriger auf Land & Leute und kann die letzten 3 Wochen kaum abwarten … dann geht es los, mit Isolde… auf nach UGANDA 🥰

  2. Ich war bereits auch in einigen Ländern in Afrika unterwegs. Uganda steht noch immer auf meiner Liste umso mehr nachdem ich deinen ReiseBeitrag gelesen habe. Vielen lieben Dank es war so als ob ich direkt mit dabei gewesen wär. Liebe Grüße Claudis

  3. Hallo Gabi, ich habe schon einige Reiseberichte gelesen, doch Deiner ist…mir fehlen die passenden Worte um das auszudrücken- so sage ich nur „WOW“. Bei der nächsten Reise bin ich dabei Du außergewöhnliche Frau! Grüße Achim

  4. Liebe Gabi
    Egal was du teilst, in allem fühlt man sich mitgenommen. Ich schmunzel, lache und habe auch Wehmut oder auch eine große Portion Respekt bei dem was du mit uns teilst.
    Einfach toll, und vielen Dank das du deine Erlebnisse so real mit uns teilst. Einfach hammer, diese Bilder💞😍😍lg Melli

    1. Liebe Melanie…
      soooo soooo schön zu „hören“…dass ich mit meinen Erlebnissen und den daraus resultierenden Texten solch wunderbare Emotionen wecken kann…
      freut mich riesig …❤️
      Ich danke Dir vielmals 🙏🏻
      Liebe Grüße
      Gabi ❤️

  5. Dein wunderbares Erlebnis bei den Giraffen hat mich total fasziniert! Ich glaube dir gerne, dass das immer in deinem Gedächtnis bleiben wird. Allein unter einem „Tower of Giraffes“ – und das stundenlang – muss ein unbeschreibliches Gefühl gewesen sein!

    Uganda steht schon länger ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass es nach Namibia, wo ich in knapp 3 Monaten sein werde, mein nächstes Ziel sein wird. Dein mitreißender Bericht hat es nicht unwahrscheinlicher gemacht! 😉

    Noch eine Frage aus reiner Neugier: wie bist Du gerade auf dieses Kinderheim gekommen, das du besucht hast?

    Liebe Grüße
    Bianca

    1. Liebe Bianca,

      ich habe mehrere Kinderheime besucht …du fährst und fährst und fährst…und triffst immer mal wieder auf eine Horde singender und spielender Kinder im Alter von Baby bis nahezu erwachsen …das sind dann oftmals Schulen oder Kinderheime oder auch beides…und da einfach mal anhalten…😉
      Auf dieses spezielle Kinderheim bin ich durch meinen Fahrer und den durch ihn hergestellten Kontakt zu Moses gestoßen…😍

      Oh du Glückliche…deine Aussichten sind ebenso rosig wie meine…😉
      Namibia bin ich gerade am Route planen…💕 aber zuvor – in genau 28 Tagen fliege ich auf die Malediven…

      Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank
      Gabi ❤️

      1. Danke für Deine Erklärung. Ist bestimmt gut, wenn man einen Fahrer hat, der da bessere Einblicke hat.

        Wow, erst Malediven, dann Namibia… das sind ja Pläne! Bin schon auf Deine Berichte gespannt… Ich wünsche Dir eine gute Reise in einem Monat!

        Lieb Grüße Bianca

  6. Hallo Gabi – ich nochmal …

    Mir geht deine Geschichte mit den Giraffen einfach nicht aus dem Kopf. Deine Beschreibung und die vielen Bilder dieser großartigen Tiere. Du allein zu Fuß stundenlang in dieser Gruppe unterwegs, da geht meine Fantasie gleich mit mir auf Reisen.

    Es sind Bilder, bzw. ein Bild, in meinem Kopf entstanden, das ich gerne malen würde.

    Deshalb habe ich zwei Fragen:

    1. Wäre es ok, wenn ich deine Fotos als Inspiration und teilweise Vorlage für ein gemaltes Bild nehmen würde und dich in dem begleitenden Text, den ich zu dem Bild schreibe erwähnen würde? (es wäre nicht 1:1 ein Foto abgemalt)

    2. Wärest du bereit, mir ein paar Fragen in Bezug auf deinen Besuch bei den Giraffen zu beantworten (per Mail, Messenger oder auch hier..), damit ich mir ein genaueres Bild von der Begebenheit machen kann?

    Ist vielleicht eine etwas ungewöhnliche Anfrage, aber ich hoffe, dass du dich darüber freust und dabei bist! 🙂

    Liebe Grüße
    Bianca

    1. Liebe Bianca,

      aber klaro bin ich dabei…😍…(ich fühle mich mega geehrt Deine Inspiration sein zu dürfen 🥰).
      Male was auch immer Du möchtest …mit mir zwischen den vielen Beinen und unter den Bäuchen der Giraffen 🦒 stehend…oder ohne mich und nur diese zauberhaften Tiere…

      Tu deiner Kunst bitte keinen Zwang an…🤗…du erreichst mich über Mail (dann sende ich dir gerne meine Telefonnummer 😉)

      Lebenslustigste Grüße

      Gabi ❤️

  7. Toller Reisebericht. Bei uns geht es in 3,5 Wochen mit Vicent los – wir sind schon sehr gespannt. Hast Du Vicent vorab wegen der SimCard angeschrieben? Viele Grüße Michael

    1. Freut mich sehr, dass dir mein Bericht gefällt 🥰 Vinny ist der Beste (grüß ihn lieb von mir 🥰).
      Ja, ich habe ihn gebeten, die Simcard im Vorfeld zu besorgen, so hatte ich sie sofort am ersten Morgen.
      Viel Spass Euch, ich würde mich sehr freuen von Dir zu hören, wenn ihr total begeistert (und das wird passieren 😉) wieder zurück seid…😉
      liebe Grüße
      Gabi

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